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IFA 2018 – Tipps für erfolgreiche Eigen-PR auf der Messe

Date Posted: 15 August, 2018
IFA 2018 – Tipps für erfolgreiche Eigen-PR auf der Messe

Sie kennen das: Wichtige Messe, anspruchsvolle Kunden vor Ort und darüber hinaus noch eine ganze Menge Akquise- und sonstige Networking-Termine. Das Ganze mit einem überschaubaren Team. Da kommt eine entscheidende Sache oft zu kurz: die Eigen-PR. Dabei kann es für die zukünftige Geschäftsentwicklung sehr wichtig sein, klar, präsent und mit gutem Timing die eigenen Aktivitäten auf den richtigen Kanälen zu kommunizieren. Im Folgenden geben wir Ihnen hilfreiche Tipps zur effektiven Berichterstattung Ihrer Aktivitäten von Messen oder Events.

Der Content-Plan: das A und O guter Eigen-PR

„Fahr mal da hin und mach ein bisschen was für unsere Kanäle!“ Bei diesem Satz sollten sofort alle Alarmglocken läuten. Denn ohne ein Mindestmaß an Planung und organisierter „Spontaneität“ ist das Vorhaben Eigen-PR durch “Live-Berichterstattung” von Messe oder Event schon vor Beginn zum Scheitern verurteilt. Der Trubel auf Messen ist groß, tausend Eindrücke überfluten die Besucher, dazu kommen die eigenen Termine. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung über Zielgruppen, Kanäle, Themen und Formate im Klaren sind. Das gibt den rasenden Reportern einen losen Rahmen vor und leitet sie durch die Reizüberflutung. Doch Vorsicht: Weniger ist mehr. Konzentrieren Sie sich auf einige wenige vorgegebene Themen und Formate und lassen Sie Raum für spontanen Content. Man weiß schließlich nie, wen man trifft oder was gezeigt wird.

Denken und planen Sie Inhalte kanalspezifisch

Bedenken Sie bei der Planung die Anforderungen der einzelnen Kanäle und nutzen Sie die Chancen, die vor allem in den Social Media-Kanälen liegen. Durch die dort üblichen verkürzten Contenformate sind Sie in der Lage, ganze Geschichten quasi im Vorbeigehen zu erzählen. Kein langer Anlauf, einfach machen! Ein gut gewähltes, originelles Bild, eine passender Satz dazu und fertig ist der erste LinkedIn-, Twitter-, oder Facebook-Beitrag zur Eröffnung des ersten Messetages. Denken Sie dabei ruhig unkonventionell: Auf Social Media-Kanälen kann, wenn es zu Ihrere Marke und Ihren Themen passt, ein persönlicherer Ansatz besser wirken, als das hundertste „Ich, wie alle anderen auch, auf der Keynote“-Foto. Vergewissern Sie sich für die erfolgreiche Verbreitung vor allem über  Twitter oder LinkedIn, der richtigen Hashtags, auch und vor allem die speziell „Ihrer“ Veranstaltung zugeordneten.

Längere Blogbeiträge sind eher etwas für das Ende der Messezeit.

Wer macht nun was? Regeln Sie die Zuständigkeiten!

Für eine reibungslose Berichterstattung von Messen und Events ist eine klare Aufgabenverteilung unabdingbar. Jeder sollte Bescheid wissen, für welche Themen, Kanäle oder Formate er konkret zuständig ist. Das hilft vor Ort und sorgt für routinierte Abläufe mit fortschreitender Veranstaltungsdauer. Den Mitarbeitern vor Ort sollten Kollegen, die im heimischen Büro am  Schreibtisch sitzen, den Rücken frei halten. Diese haben den Kopf frei und können in Ruhe noch einmal einen Blick auf den erstellten Content werfen und ihn bei Bedarf noch einmal überarbeiten. Denn in dem Messetrubel schlägt einem die eh schon tückische Autokorrektur am mobilen Device schnell ein Schnippchen.

Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten perfekt gebrieft und mit allem Notwendigen versorgt sind. Dazu gehören Ausrüstung wie Kameras oder mobile Devices, ausreichend Strom, sowie Zugänge zu allen genutzten Kanälen und eine Übersicht zu den Zuständigkeiten.

Keep it simple

Bei aller benötigten Planung und Organisation… lassen Sie Raum für Spontaneität und versuchen Sie nicht auf Teufel komm raus, das ganz große Rad zu drehen. Denken Sie nicht (ausschließlich) in Großformaten, das passende Bild mit stimmiger Bildunterschrift zur richtigen Zeit bringt mehr Aufmerksamkeit als fünf Seiten mit allgemeinem Marketing-Geschwurbel zur Veranstaltung. Bei (fast) Live-Content auf den Social Media-Kanälen erwartet niemand Perfektion. Sie würde sogar dem Anspruch an Authentizität entgegenwirken. Aufgelockert durch echtes und sympathisches Interesse an der Thematik bleibt die Community über die ganze Berichterstattung am Display.

Nach der Messe ist vor der Messe: Zeit für Nachbereitung

Die Zeit für Analysen und größere Formate kommt nach der Messe. Nichts ist schlimmer als halbgare oder nicht zu Ende gedachte Kommentare und Analysen zu einer noch laufenden Veranstaltung. Warten Sie, bis die Messe finale Angaben zu Besucher- und Ausstellerzahlen macht und checken Sie die Analysen der Profis. Für Ihr persönliches Fazit lassen Sie Ihre  Eindrücke kurz sacken und diskutieren Sie mit Ihren Kollegen. Dann erst ist die Zeit reif, Ihr Messefazit auf die Öffentlichkeit loszulassen. Gleiches gilt für größere Formate. Es lohnt sich, den Output der Messe noch einmal zu scannen und für die eigenen Kanäle sortiert in einem größeren Kontext aufzubereiten. So kann man noch einmal Akzente setzen und interessante Themen hervorheben.

Was sind also die relevantesten Punkte, auf die Sie achten sollten? Wir fassen noch einmal zusammen: Ein Content-Plan, rechtzeitige Vorbereitung der Themen, die klare Verteilung der Verantwortlichkeiten sowie eine analytische Nachbereitung sind der Schlüssel zur erfolgreichen Profilierung der eigenen Aktivitäten und Branchenkenntnisse im Rahmen einer Messe oder eines großen Events. Das ist beste Eigen-PR durch erfolgreiches Handeln. Ganz im Gegensatz zu kraftloser Behauptungsprosa in der Rubrik “Über uns” auf Ihrer Website.

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