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Fünf grundlegende Tipps für die Arbeit mit Influencern

Date Posted: 12 April, 2018
Fünf grundlegende Tipps für die Arbeit mit Influencern

 

Ob es nun Logan Paul und sein Video über ein Suizid-Opfer im japanischen Aokigahara-Wald im letzten Jahr oder die antisemitischen Beiträge von PewDiePie sind, die Influencer hatten in den letzten Jahren nicht die beste Presse. Diese Episoden sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Influencer-Marketing unglaublich effektiv sein kann – wenn es richtig gemacht wird.

Mit Hilfe einer Reihe von führenden Influencern aus den Bereichen Consumer Tech, Parenting und Fitness haben wir fünf grundlegende Tipps zusammengestellt, um das Beste aus Influencer-Marketing-Kampagnen herauszuholen.

Dieser Beitrag wurde in Kooperation mit unserem Kollegen Ben Lynch, Senior Account Executive in unserem Londoner Office bei Ranieri Communications, erstellt. Der Originalbeitrag in englischer Sprache ist unter https://bit.ly/2Hv2xgX zu finden.

Bildnachweis: Rawpixel.com, Lizenz: Fotolia

Recherchieren, recherchieren – und recherchieren

Es klingt offensichtlich, aber sich die Zeit zu nehmen, den richtigen Influencer für den Kunden und seine Zielgruppe auszuwählen, ist der erste und grundlegende Schritt zu einer erfolgreichen Kampagne. Bei wildcard und Ranieri haben wir eine Auswahl an spezialisierten Tools, um das beste Engagement und den besten ROI zu erzielen. Die wildcard Scorecard© gewährleistet mit der Überprüfung von über 50 Kriterien, dass der ausgewählte Influencer oder Markenbotschafter in allen Aspekten wie Tonalität, Zielgruppenansprache, Reichweite, Engagement perfekt zu Marke und Produkt passt. Dabei geht es nicht nur um potenzielle Reichweite, sondern auch um Relevanz, Aktivität, Qualität der Inhalte und die Auseinandersetzung mit anderen Marken und verbundenen Themen.

“Marken müssen sich darüber bewusst sein, mit welchen Menschen sie zusammenarbeiten und wie viel Einfluss diese haben. Passen Content oder die Aktionen insgesamt zu ihrem  Zielmarkt? Sind die Follower echt? Ist deren Engagement echt?“. Das seien die Fragen, die sich jeder stellen müsse, wenn es um die Wirksamkeit von Influencer-Kampagnen gehe, rät Sinead Crowe von Love Style Mindfulness, einem der UK-Top Fashion-Blogs.

Influencer Christian Hughes von How To Be A Dad unterstützt diesen Punkt: „Marken müssen den authentischen Stil von Influencern im Kern verstehen und dürfen sie auf keinen Fall dazu zwingen, sich zu verstellen oder Aktionen zu machen, die nicht zu diesem Stil passen und die Zielgruppe des Influencers irritieren. Das ist immer ein vorprogrammierter Misserfolg – für beide Parteien.”

 

Ein gutes Briefing ist der halbe Erfolg

Einen möglichst detaillierten Auftrag zu erstellen, ist unerlässlich. Je klarer und gründlicher Unternehmen und Influencer am Anfang in ihrer Kommunikation sind, desto eher werden potenzielle Probleme erkannt, es kann frühzeitig reagiert werden – und desto erfolgreicher ist die Kampagne.

Darüber hinaus sollte gleich zu Beginn über KPIs, Timings, relevante Hashtags, Do’s und Don’ts und die grundlegende Tonalität der Kampagne nachgedacht und gesprochen werden. Influencer sollten so viele Informationen über die Marke wie möglich erhalten, damit die Botschaften genau treffen und die gewünschte Wirkung erzielen können.

Ein präzises Briefing mit schriftlichen Vereinbarungen schafft auch Klarheit für den Influencer und erleichtert es ihm immens, die richtigen Inhalte für die Marke zu produzieren. Niemand kann Ziele treffen, die er nicht kennt.

 

Investiere in eine ehrliche und kreative Zusammenarbeit

Jede Partnerschaft zwischen einem Influencer und einer Marke muss genau das sein: eine Partnerschaft. So wie Marken auf ihrem Gebiet erfahren sind, so kann der richtige Influencer mit den besten kreativen Ideen für das Publikum arbeiten.

Charlie Watson, Inhaber des Gesundheits- und Fitness-Blogs The Runner Beans, rät: “Hört uns zu und arbeitet auf Augenhöhe mit uns zusammen. Am besten ist es, wenn wir gemeinsam Ideen entwickeln, denn das Unternehmen kennt seine Marke und Produkte und wir Influencer kennen unser Publikum“. Wenn Influencer wie Partner behandelt und transparent mit einbezogen werden, werden auch bessere Ergebnisse erzielt.

Jeder Influencer ist einzigartig und in der Lage, eine andere Perspektive zu bieten, was die Arbeit mit ihnen zu einer so wunderbaren Form des Direktmarketings macht. Helen Anderson, Mode- und Lifestyle-Influencerin, erklärt: „Marken müssen darauf vertrauen, dass Influencer ihr Publikum kennen und wissen, wie sie sich einer Kampagne oder einem kreativen Ansatz nähern können, die sie als echt und organisch ansehen. Um das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen, um glaubwürdig zu sein, muss die Kampagne wie natürlich gewachsen wirken.”

“Es ist auch von Wert, etwas außerhalb des Mainstreams anzubieten, sich von der Masse abzuheben und eine unverwechselbare und einprägsame Persönlichkeit zu haben“, fügt Sarah Fallarino, Projektmanagerin bei Red Hare Digital, hinzu,  “Alle diese Dinge tragen zum Erfolg bei – und wie sie für eine Marke funktionieren“. Es muss eben zusammen passen – und nicht passend gemacht werden. Denn dann wird keine Kampagne so wie gewünscht funktionieren.

 

Sei anpassungsfähig

Auch wenn alles berücksichtigt worden ist, können Dinge nicht wie geplant verlaufen oder sich neue Möglichkeiten ergeben. Sowohl Marken als auch Influencer müssen anpassungsfähig sein. Das betrifft alle in diesem Artikel genannten Punkte und es muss eine Bereitschaft geben, Dinge kreativ anzugehen und “neu zu denken”, wenn sie nicht auf Anhieb funktionieren.

Dieser Ansatz trägt auch dazu bei, das Vertrauen zwischen Influencer und Marke zu stärken. Wir haben wir festgestellt, dass die Bereitschaft zur Anpassung nicht nur dazu beiträgt, die Probleme während der Kampagne zu mildern, sondern auch das Selbstvertrauen der Influencer stärkt, die Dinge zu verändern und zu verbessern.

 

Langfristig dabei sein

Wer Influencer Relations betreibt, sollte nicht nach einem “One Night Stand” suchen. Durch eine langfristige Partnerschaft wird sich das Publikum zunehmend an die Kooperation gewöhnen, während der Influencer ein besseres Verständnis für die Marke gewinnt. Ein Mix, der zu besseren Ergebnissen und hoher Zufriedenheit auf beiden Seiten führt. Stichwort: Partnerschaft statt schnelle Nummer.

Auch Charlie Watson von The Runner Beans sieht das so: „Ich empfehle längerfristige Partnerschaften und nicht nur kurze Kampagnen, um Vertrauen und Authentizität mit dem Publikum des Influencers zu schaffen, um die besten Ergebnisse zu erzielen“.

Wenn das Ziel darin besteht, das Vertrauen eines bestimmten Publikums durch den Einsatz eines Influencers zu gewinnen, gibt es keinen besseren Weg, als im Laufe der Zeit in diese Zusammenarbeit zu investieren und sie als Erweiterung des internen Teams zu begreifen und zu integrieren. Wie bei jeder Beziehung gilt: Je mehr man investiert, desto mehr bekommt man zurück.

 

Was sind eure Top-Tipps für Marken, die ihr Influencer Marketing verbessern wollen? Lasst es uns über unsere Social Media-Kanäle wissen!

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